Trainingswohnung

Wir haben in der alten Hausmeisterwohnung eine Trainingswohnung einrichten können. Was die Schülerinnen und Schüler des Bereiches Geistige Entwicklung dort alles erleben können, ist weiter unten aufgelistet. Natürlich sind auch Gäste willkommen, die in unserer Trainingswohnung übernachten können. Bisher haben schon einige Klassen in der Trainingswohnung übernachtet. Beschreibung der Trainingswohnung

Die Trainingswohnung befindet sich im 1. Stock (leider nicht für Rollstuhlfahrer geeignet) der Förderschule Weener. Sie ist 120 qm groß. Sie besteht aus 5 Zimmern, zwei 4-Bettzimmer, ein 2-Bettzimmer und einem Schlafsofa im Wohnzimmer für 1 Person.
 
Ein separates Schrankzimmer steht ebenfalls zur Verfügung. In der Küche gibt es eine Spülmaschine und einen E-Herd mit Backofen. Ein Badezimmer mit 2 Waschbecken, einer Dusche und einer Badewanne ist vorhanden. Im Badezimmer stehen ein Trockner und eine Waschmaschine. Separat ist noch ein Gäste-WC vorhanden. Im großen Wohnzimmer steht ein TV-Gerät für DVD's (kein TV-Empfang möglich) zur Verfügung.
 
Auf unserem Schulhof, mit altem Baumbestand, kann man sehr gut spielen, toben, grillen.....
.

Unterstufe 

 

· Besuche in der Trainingswohnung;
· Gemeinsam Alltag gestalten, miteinander essen, miteinander spielen,
 Gestaltung von Feiern usw. in einem familiären Rahmen;
· Möglichkeiten der Spielerziehung und Freizeitgestaltung in der
 Trainingswohnung;
· Erweiterung des Lebens- und Erfahrungsraumes, sich neu orientieren;
· Verkehrserziehung in der Umgebung der Trainingswohnung;
· Funktionen von Räumen kennen lernen, wo mache ich was;
· lebenspraktische Fähigkeiten wie Sauberkeitserziehung, Anziehen, Tisch
 decken in lebensbedeutsamen Kontext;
· Umgang mit Geräten wie Toilette, Küchengeräten, Radio usw;
· Erste Übernachtungen ohne Elternbegleitung ermöglichen den Beginn der
 Ablösung vom Elternhaus.
Mittelstufe
 
· Klassenfeste und –feiern in den Aufenthaltsräumen der Trainingswohnung;
· Nutzung der Küche für den Hauswirtschaftsunterricht;
· Verkehrserziehung rund um die Trainingswohnung;
 
 
Hauptstufe
 
· Projektorientierter Unterricht zum Thema Wohnen: Wohnsituation
 nachempfinden, Wohnung gestalten...
· Soziale Regeln des Miteinander - Wohnens lernen, wie Rücksichtnahme auf
 Bedürfnisse anderer (z.B. Lautstärke der Musik);
· Wohnungspflege, Wäschepflege, weitere hauswirtschaftliche Tätigkeiten,
 wie Müll sortieren und entsorgen;
· Körperpflege, Bad einrichten, Kosmetika und Hygieneartikel nutzen und
  einen Platz hierfür finden;
· Nutzung der Küche für den Hauswirtschaftsunterricht;
· hauswirtschaftlicher Tätigkeiten wie Raumpflege, Kochen etc.;
· außerdem Sozialerziehung, Freizeitgestaltung lernen, Abnabelung vom
 Elternhaus durch außerhäusliches Übernachten;
 
Abschlussstufe
 
· die Wohnung selbst bewirtschaften (Planung und Durchführung aller
  anfallenden Arbeiten);
· die Wohnung nach persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen einrichten;
· kleinere Reparaturen tätigen;
· Wohnung und Hausrat sauber halten;
· sich selbst mit Nahrung versorgen;
· Einkaufen (inklusive: Umgang mit Geld, Haushaltsbuch führen, Geld von der
 Bank abholen);
· Kochen, Abendessen und Frühstück vorbereiten, Backen;
· Spülen;
· alle Haushaltsarbeiten erledigen;
· Wäsche und Kleidung pflegen;
· Gäste einladen;
· Rücksicht auf andere nehmen;
· angemessene Hilfen holen, wenn etwas nicht aus eigener Kraft erledigt
 werden kann;
· Vorstellungen vom eigenen Wohnen entwickeln;
· Körperpflege und Hygiene durchführen (incl. Kosmetik);
· Rechte in der eigenen Wohnung kennen;
· eigene Freizeit gestalten;
· Kommunikationstraining;
 
Weitere Themenfelder können im Rahmen eines Aufenthaltes in der Trainingswohnung aufgegriffen werden:
 
· Benutzung der Elektrogeräte und anderer Einrichtungsgegenstände
· Benutzung Öffentlicher Verkehrsmittel
· Benutzung Öffentlicher Einrichtungen
· Orientierung in der Umgebung
· Kommunikation, auch Telefonbenutzung
· Sozialverhalten und Regelverständnis
· Verhalten in besonderen Situationen
 
Schlussbemerkung
 
Wir sehen in diesem Projekt einen wichtigen regionalen Beitrag bei der
Gleichstellungsaufgabe, geistig behinderten Menschen auf einer guten Basis die Chance für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.