Geistige Entwicklung

Das Lernen im Bereich Geistige Entwicklung

Die Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Geistige Entwicklung werden in Lerngruppen mit durchschnittlich 7 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. 

Jede Lerngruppe wird von 

- einem Klassenlehrer oder einer Klassenlehrerin 

- Fachlehrern und Fachlehrerinnen 

- Pädagogischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unterrichtet. 

Es sind immer mindestens zwei Pädagogen in einer Lerngruppe. 

Wir unterrichten die Schülerinnen und Schüler in der Unterstufe/Primarstufe (1.-4. Schulbesuchsjahr), Hauptstufe/Sekundarstufe I (5.-9. Schulbesuchsjahr) und in der Abschlussstufe/Sekundarstufe II (10.-12. Schulbesuchsjahr). 

 

 

Arbeit in den Stufen

 

In allen Stufen versuchen wir die individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler für den Erwerb der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben) individuell angepasst umzusetzen.

In der Unterstufe streben wir eine engere Verbindung unserer Förderung im musisch-kulturellen Bereich mit dem Unterricht in der Grundschule an. Dazu führen wir seit dem Frühjahr 2014 Besuche unserer Klassen im Grundschulunterricht durch. Zusätzlich wird in diesem Rahmen der Weg in die Grundschule zu einer aktiven Verkehrserziehung genutzt.

 

 

In den Hauptstufen und der Abschlussstufe kommt zur Förderung in den Kulturtechniken sowie den weiteren Lehrplaninhalten auch ein aktives lebenspraktisches Training in den Bereichen Ernährung (Schülerfirma), Trainingswohnung, Garten/Gartenpflege, Holzbearbeitung (Schülerfirma) und Textilbearbeitung, Textilfachraum, hinzu.

 

Das Kerncurriculum im Sekundarbereich II sieht im  Kompetenzbereich vorberufliche Bildung vor, dass Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen in verschiedenen Arbeitsfeldern erwerben, die ihnen auf dieser Grundlage ermöglichen Entscheidungen zur Aufnahme einer Arbeitstätigkeit zu treffen.

 

Die Koordinierungsstelle Berufsorientierung im Kultusministerium Niedersachsen bietet für die genannte Schülerschaft folgende 3 Module an:

1. Berufswegeplanung/Potenzialanalyse

2. Vertiefte berufsfeldbezogene Berufsorientierung

3. Behindertengerechte Berufe in der Praxis kennenlernen

Im Schuljahr 2018/19 starteten die ersten Schülerinnen und Schüler der Vorabgangsklasse mit dem Modul 1.

 

Schülerinnen und Schüler, die sich im ersten Jahr der Abschlussstufe befinden, besuchen über einen Zeitraum von 6 Wochen einmal wöchentlich die berufsbildenden Schulen in Leer, wo sie in Tagesprojekten Einblicke in verschiedene Berufsfelder gewinnen können.

 

Darüber hinaus nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussstufe am Schülerfirmentag (s. Schulleben - Projekte) teil.

 

Des weiteren spielen neben Betriebsbesichtigungen individuelle Praktika eine wichtige Rolle. Pro Abschlussstufenjahr ist mindestens ein Praktikum vorgesehen. Die Praktika werden je nach individueller Leistungsfähigkeit in nahe gelegenen Betrieben oder in den Werkstätten der Caritas bzw. der Lebenshilfe absolviert.

 (siehe auch Schulleben - vorberufliche Bildung)

 

In allen Klassenstufen integrieren wir schrittweise die Kleintierpädagogik in unseren Unterricht und streben sowohl die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen (z.B. im Bereich verantwortungsvolles Handeln, Zuverlässigkeit etc.) als auch die Vermittlung von lebenspraktischen Kompetenzen in Bezug auf diesen Lernbereich an.