Verabschiedung von unserem Konrektor Herrn Werner Putzka



Sein gesamtes Berufsleben über war er an der Pestalozzischule. Die Leidenschaft des 65-Jährigen
gilt dem Sport.

WEENER - Er hatte die Wahl
zwischen den Schulen in Stapelmoorerheide
und Weener – und entschied 
sich für Letztere.
Aus ganz pragmatischen
Gründen: „Weener hatte einen
Bahnhof und ich kein
Auto.“ Aber auch als er ein
Auto bekam, zog ihn nichts
weg aus der Stadt. Konrektor
Werner Putzka war seine
ganze berufliche Laufbahn
über Lehrer der Förderschule
Weener. 41 Jahre lang. Gestern
wurde der 65-Jährige mit
einer großen Feier in den Ruhestand
verabschiedet. Schüler führten Tänze 
und  Sketche in der Turnhalle vor.
Das sei der passende Rahmen
für ihren Kollegen, sagte
Rektorin Petra Fischer-Janssen.
„Die Turnhalle ist sein
Wohnzimmer“, sagte sie und
bezog sich dabei auf die Tennis-
Legende Boris Becker,
der das Stadion in Wimbledon
als sein Wohnzimmer
bezeichnete. 

















Putzka ist passionierter
Sportler, spielte
viele Jahre unter anderem
hochklassig Handball in der
Turnhalle der Pestalozzischule.
Putzka stammt aus Hannover.
Dort studierte er Lehramt
und wechselte danach
zur damaligen Sonderschule
nach Weener. Das war 1969.
1972 ging er für ein Jahr zurück
nach Hannover, um sich
zum Sonderschullehrer 
ausbilden zu lassen. Ein entsprechendes
Grundstudium gab
es damals noch nicht.
Bereits nach einem Jahr
kaufte sich Putzka in Weener
ein Segelboot. Ein Hobby,
dem er bis heute treugeblieben
ist. „Das Boot direkt vor
der Tür zu haben, war auch
ein Grund, so lange hierzubleiben“,
sagt er. Aber auch
die Schule habe ihm gefallen. 
"Es machte mir immer Spaß.
In einer Großstadt ist es sicher
schwerer. In einer kleinen
Stadt wie Weener lassen
sich die Schüler führen.“ 
















Das habe seine Arbeit erleichtert. 
Der Hauptgrund, die
Schule und Weener nicht zu
verlassen, war jedoch ein anderer: 
seine Ehefrau Ingrid.
Sie ist Weeneranerin und seit
35 Jahren seine Kollegin an
der Förderschule. „Die will
noch ein bisschen weitermachen“,
sagt Putzka mit einem
Schmunzeln. Ingrid Putzka
hat mit ihren 58 Jahren noch
einige Dienstjahre vor sich.
Langeweile wird Putzka im
Ruhestand wohl nicht bekommen.
Davon sind auch
seine Kollegen überzeugt.
Die Interessen des ehemaligen
Konrektors sind vielfältig.
So spielt er unter anderem
Geige beim „Collegium
musicum“ in Leer, fährt regelmäßig
mit dem Rennrad –
und will demnächst vielleicht 
auch noch mit dem Rudern
anfangen. Ein volles Programm
für den Pensionär. 














aus: Ostfriesenzeitung, Stephan Schmidt, 29.01.2010