Ernährungsführerschein

Hier der Text lesbar:
hoe WEENER. Die 18 Schülerinnen und Schüler der beiden 7. Klassen der
Pestalozzischule in Weener haben gestern von Hanna Hilbrands ihren
Ernährungsführerschein erhalten.Die Jemgumer Landfrau hat das erste Mal eine
Förderschule besucht und will gerne wiederkommen, wie sie im Gespräch
mit der RZ betonte. »Die Kinder sind sowas
von engagiert«, war sie begeistert.
Lehrerin Sylvia Hempel konnte nach der Premiere des Ernährungsführerscheins
auch nur zufrieden sein. »Wir überlegen, ob wir das generell ab Klasse 5 einführen «.
Auch Schulleiterin Petra Fischer-Janssen überzeugte sich gestern persönlich davon,
was die Kinder gelernt haben. Denn als Abschlussprüfung waren die Kinder gefordert,
gemeinsam ein Büffet zusammenzustellen. Sieben Wochen lang lief das Projekt »
Ernährungsführerschein« an der Förderschule. Gestern durften sich die Kinder
und auch die Lehrkräfte am aufgebauten Büffet bedienen, wo Salate, Brotgesichter,
Knabbergemüse mit Dipp und Schlemmerquark angerichtet waren.
Der aid, ein Informationsdienst für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft,
liefert dazu das Konzept, während die Landfrauen ihre berufliche Qualifikation und
vor allem ihr persönliches Engagement in ihre pädagogische Arbeit einbringen. Im
Landkreis Leer und damit auch im Rheiderland ist Hanna Hilbrands damit beschäftigt,
einen sowohl spielerischen als auch informativen Zugang zu gesunder Ernährung zu
vermitteln. Die Kinder lernen dabei Wissenswertes über Lebensmittel, Küchentechniken
und Hygieneregeln. Spaß an der Zubereitung
und am Genuss von gesunden Lebensmitteln zu vermitteln, sind laut aid zentrale
Anliegen des »Führerscheins«.
Wir haben gelernt, welche Lebensmittel gesund sind und wie man leckere Gerichte
herstellt«, trugen die Kinder vor Überreichung der »Führerscheine« vor. »Ich habe
gelernt, dass Olivenöl gesünder ist als normales Öl«, so ein weiterer Kernsatz, den
Hanna Hilbrands in ihrem Unterricht vermittelt.
Gesunde Ernährungnimmt an der Pestalozzischule einen hohen Stellenwert ein.
Seit 2007 gibt es bereits das »Gesunde Pausenfrühstück«, das mittlerweile ein fester
Bestandteil des Konzeptes der Schule ist. An zwei Tagen der Woche läuft das Projekt im
Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts. In der zweiten Unterrichtsstunde wird meistens
das Frühstück zubereitet. Die Schülerinnen und Schüler verkaufen in den beiden großen
Pausen unter anderem Obstsalat, Quarkspeise, Rohkost, Vollkornbrötchen und Brot
mit Quark oder Käse. Dazu werden Milchmixgetränke oder frisch gepresster Orangensaft
angeboten. All´das ist zum Preis von 40 Cent zu haben, um die laufenden Kosten zu
decken. Mittlerweile ist sogar ein fahrbarer Verkaufsstand eingeführt worden. Wie in
einer kleinen »Schülerfirma« lernen die Kinder dabei auch, preisbewusst
einzukaufen und Einnahmenund Ausgaben richtig abzurechnen.
aus: Rheiderland-Zeitung, 25.09.2010
